Podcast Strahlkraft · 29. Juli 2025

    #7 Warum Pausen dich souveräner wirken lassen

    Worum es geht

    Solo-Folge zum Thema Pausen und Füllwörter - warum 'ähm' und 'genau' entstehen und wie bewusstes Schweigen mehr Wirkung erzeugt als schnelles Reden. Isabelle Menzi erklärt zuerst den Antreiber dahinter: den inneren Druck 'beeil dich, sei effizient', der uns zwingt, jede Sprechpause sofort mit Füllwörtern zu überbrücken, aus Angst, sonst als unsicher zu wirken oder unterbrochen zu werden.

    Ihr Gegenmodell: Pausen gezielt einsetzen, um Struktur und Präsenz zu erzeugen. Eine Pause vor einem neuen Gedanken zeigt Übergänge, eine Pause vor einer wichtigen Aussage erzeugt Betonung - und beim Gegenüber wächst dadurch die Aufmerksamkeit, statt zu sinken, weil man wissen will, was als Nächstes kommt. Für die sprechende Person selbst schafft die Pause Raum, um Gedanken zu ordnen und tief in den Bauch zu atmen, was der Stimme mehr Gehalt gibt. Als Übung schlägt sie vor, vor jeder Antwort bewusst bis drei zu zählen und in vorbereiteten Präsentationen Pausen im Skript zu markieren. Ihr Fazit: Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein bewusstes Stilmittel für mehr Souveränität und Wirkung.

    Kernaussagen

    • Füllwörter wie 'ähm' entstehen aus dem Antreiber 'sei schnell, sei effizient' - sie überbrücken die Angst vor Stille.
    • Eine Pause lässt Aufmerksamkeit nicht sinken, sondern steigen - das Gegenüber wartet darauf, was als Nächstes kommt.
    • Pausen geben nicht nur dem Sprechenden Zeit zum Ordnen, sondern auch dem Gegenüber Zeit zum Verarbeiten.
    • Wer Pausen bewusst trainiert - etwa mit der Drei-Sekunden-Regel vor jeder Antwort - wirkt souveräner, nicht unsicherer.

    «Pausen sind kein Zeichen von Schwäche oder Unsicherheit. Im Gegenteil: Pausen sind ein kraftvolles Stilmittel, um bewusst Wirkung zu hinterlassen.»

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